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Die Rittersturzbahn

Am 02.06.1928 nahm die Rittersturzbahn ihren Betrieb auf. Gebaut wurde sie von der Maschinenfabrik Esslingen für die Coblenzer Straßenbahn Gesellschaft, die spätere KEVAG (Koblenzer Elektrizitätswerk- und Verkehrs-Aktiengesellschaft). Hierbei handelte es sich um eine Standseilbahn mit Talstation Laubach und Bergstation Rittersturz. Tal- und auch Bergstation dienten gleichzeitig als Wagenhallen. Die Talstation im Ortsteil Laubach, lag an einer Haltestelle der Straßenbahnlinie 3. die nach Kapellen führte.

Postkarte

Mehrfachansicht

Hotel Rittersurz

und

Rittersturzbahn

Mehrfachansicht-Hotel und Rittersturzbahn

Die Spurweite der Bahn betrug 100cm. Die Streckenlänge war 408 Meter, wobei ein Höhenunterschied von 93,30 Meter zu überwinden war. Angetrieben wurde die Bahn elektrisch.

Eine Standseilbahn ist schienengebunden die Fortbewegung wird mittels eines Seilzugs erreicht. Die Rittersturzbahn hatte 2 Wagen. Fuhr der eine bergauf, fuhr der andere gleichzeitig abwärts. Die Trasse war eingleisig. Nur die 100 Meter lange Ausweichstrecke hatte zwei Gleise. Dort begegneten sich beide Wagen auf ihrer Fahrt. Als Ausflugsbahn, waren die Wagen mit 3 Abteilen angelegt.

Zu Beginn des zweiten Weltkriegs wurde der Betrieb eingestellt und 1944 traf ein Bombenangriff die Talstation Laubach. Erst im Oktober 1948 konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden. Doch das Glück sollte nicht lange anhalten. Schon damals hatten Diebe den Wert von Stahl erkannt. So fehlten 1951 über Nacht plötzlich 130 Meter des Zugseils und 60 Langschienen. Wieder einmal standen die Räder der Bahn für einige Zeit still. Sie schien unter einem schlechten Stern zu stehen, der auch weiterhin sein ungünstiges Licht auf sie warf. Das Wirtschaftswunder bescherte vielen Koblenzern eigene PKW, und das Interesse an der Rittersturzbahn lies nach. Sie wurde zunehmend unwirtschaftlicher, zumal eine grundlegende Sanierung ins Haus stand. Somit machte sie am 25. Oktober 1959 ihre letzte Fahrt. Die Genehmigung zur dauerhaften Einstellung des Betriebs wurde 1960 erteilt. Von nun an unterhielt die KEVAG als Ersatz einen sogenannten „Bergbus“ von der Straßenbahnlinie 3 zum Hotel Rittersturz.

Wagen aus der Anfangszeit

Wagen der Rittersturzbahn zur Anfangszeit

Rittersurzbahn 02
Rittersturzbahn 01
Rittersturzbahn 03

Rittersturzbahn nach dem zweiten Weltkrieg