|
Weltgeschehen 1980
November 1980
Freitag, 5. Dezember 1980
Die Mitglieder des Warschauer Paktes kommen in Moskau überraschend zu einem Gipfeltreffen zusammen und beraten über die Lage in Polen. In der Schlusserklärung heißt es, dass die "Kommunisten, die Arbeiterklasse und die Werktätigen des brüderlichen Polen die entstandenen Schwierigkeiten überwinden und die weitere Entwicklung des Landes auf dem sozialistischen Weg absichern" werden. Dabei könnten sie mit der Unterstützung der übrigen Ostblockländer rechnen.
Montag, 8. Dezember 1980
Millionen Menschen sind erschüttert. Der englische Popmusiker John Lennon (geb.1940) wird in New York auf offener Straße erschossen. Lennon war einer der führenden Köpfe der Popgruppe "The Beatles". Nach deren Auflösung hatte er eine Solokarriere begonnen und sich in Aktionen und Happenings für den Weltfrieden und die Rechte von Minderheiten engagiert.
Mittwoch, 10. Dezember 1980
Der Friedensnobelpreis wird an den argentinischen Architektur-Professor Adolfo Pérez Esquivel (geb. 1931) verliehen. Er hatte 1968 den "Servicio Paz y Justicia" (Dienst für Frieden und Freiheit) als Dachorganisation aller gewaltlosen Menschenrechtsgruppen in Lateinamerika gegründet.
Montag, 15. Dezember 1980
Ein West-Berliner Gericht hebt den Schuldspruch gegen Marinus van der Lubbe auf, der 1933 als Urheber des Reichstagsbrandes zum Tode verurteilt und 1934 hingerichtet worden war. Die Frage, wer im Reichstagsgebäude 1933 Feuer gelegt hat, bleibt weiterhin ungeklärt.
Uganda
Nach dem Sturz von Idi Amin Dada gewinnt in Uganda "Uganda Peop'les Congress" die Parlamentswahlen.
Dienstag, 16. Dezember 1980
Mehr als 500.000 Menschen versammeln sich vor der Lenin-Werft in Danzig, wo ein Denkmal für die Werftarbeiter enthüllt wird, die bei den Unruhen in Polen 1970 von Regierungstruppen getötet wurden.
|

Mittwoch
Heilig Abend, 24. Dezember 1980
Berlin, es finden Straßenschlachten zwischen Hausbesetzern und der Polizei in West-Berlin statt.
Freitag
zweiter Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember 1980
In Bangui, Zentralafrikanische Republik, wird der gestürzte Kaiser Bokassa I. in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Gründe sind unter anderem Kindermorde, Folterungen, Kannibalismus und Bereicherung.

|