Papst Gregor IV verschob aus diesem Grund, im Jahre 837 die beiden christlichen Feiertage Allerheiligen und Allerseelen vom heutigen Pfingsten auf den 1. und 2. November. Durch diesen geschickten Schachzug konnten die Kelten ihre Toten auch weiterhin am gleichen Tag ehren, nur unter einem neuen Namen. Die Kirche hatte den Schein gewahrt, und die Kelten konnten weiterhin ihr Brauchtum pflegen.
Dass die heidnischen Bräuche immer noch praktiziert wurden, störte die Protestanten vor allem in Irland, Schottland und England. Von ihnen wurde im 16. Jahrhundert, im keltischen Verbreitungsgebiet das christliche Fest, All Hallowed Evening eingeführt, der Abend vor Allerheiligen. Später bildete sich daraus der Name Hallowe'en und das heutige Halloween.
Während Halloween in Europa an Bedeutung verlor und fast ganz in Vergessenheit geriet, gelangte es mit den Iren nach Amerika und erlangte dort seine Blüte. Doch als christliches Fest ist es kaum noch zu bezeichnen. Eher das Gegenteil ist der Fall.



Das heidnische Brauchtum rund um Samhain und Beltane hielt sich bis ins frühe Mittelalter. Zwar hatten viele Kelten, freiwillig oder unfreiwillig, den christlichen Glauben angenommen, blieben aber ihren althergebrachten Bräuchen treu. Da halfen auch keine Verbote. So wurde das Fest Samhain mit List, wie so viele andere heidnische Feste z.B. der Valentinstag oder Ostern, einfach in ein christliches Fest umgewandelt. Man konnte es weiter feiern, nur unter einem anderen Mäntelchen…